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Kirsten Marks-Ruhnke - Mein erstes Jahr bei OMC

Eigentlich wollte ich den Job gar nicht mehr wechseln. Und dann passierte das, was OMC seinen Kandidaten in der Beratung als Goldgrube für den beruflichen Neustart empfiehlt: mein Netzwerk, von dem mir gar nicht recht bewusst war, dass ich es hatte, spülte mich in die Arme der Geschäftsführerinnen von OMC. Eine Freundin mit erstaunlicher Menschenkenntnis riet mir dringend, diese Bekanntschaft zu machen. Die Stellenanzeige des Beratungsunternehmens, die sie mir zuschob, fand ich weder besonders passend noch reizvoll. Aber da sie meine Neugier geweckt hatte, griff ich zum Telefonhörer, um festzustellen, ob die Chemie wirklich stimmen würde.

Ich lernte die Menschen im Unternehmen kennen, wir tauschten uns aus und tatsächlich, ich hatte das Gefühl, hier könnte ein Platz für mich sein. Eine Mischung aus Kundenbetreuung, Akquise, Marketing, Veranstaltungsmanagement und PR wartete auf mich, gleichzeitig würde ich meine penible Seite ausleben und mich um Datenbankpflege und Statistik kümmern dürfen. Natürlich hieß es auch hier erst einmal: Einarbeitung ist alles. Meine Vorgängerin im Key Account Management gab mir einen Schnellkurs, bevor sie sich den Freuden des Ruhestandes zuwandte, das Office erklärte mir mit viel Geduld, worauf besondere Sorgfalt zu verwenden sei und die Geschäftsführerinnen nahmen sich Zeit, um mich an die Strukturen, Kunden und Grundsätze der Beratung heranzuführen. Zum Glück hatte ich während meines Berufslebens schon mit Personalwerbung und Recruiting zu tun gehabt, die Welt meiner zukünftigen Kunden war mir also nicht ganz neu.

Meine Berührungspunkte zu Outplacement-Beratung

Auch von Outplacement-Beratung hatte ich schon gehört: gute Freunde, hauptsächlich Männer in gut dotierten Positionen, die es beruflich „geschafft“ hatten, mussten plötzlich erleben, dass ihr Arbeitgeber den Vertrag nicht mehr verlängern oder auflösen wollte. Und obwohl die verhandelte Abfindung hoch genug erschien, einige Monate zu überbrücken, entstand doch schnell Panik bei dem Gedanken, wie das Haus abgezahlt, der Firmenwagen ersetzt und die Privatschule der Kinder finanziert werden sollte. Noch stärker traf diese Manager aber der Umstand, dass die eigenen Fähigkeiten, mit denen man immerhin eine beachtliche Karriere gemacht hatte, plötzlich nicht mehr gefragt waren.  

Ich hatte also - schon bevor ich OMC kennenlernte - den Eindruck, dass in einer bestimmten Lebensphase der Karriereweg nicht mehr zwingend bergauf verläuft, sondern Umwege eingeplant werden müssen. Und dass der persönlich Betroffene einen solchen Einschnitt häufig als persönliche Niederlage versteht. Die Idee, sich hier durch einen erfahrenen Berater unterstützen zu lassen, fand ich naheliegend.

Wie ist die Atmospähre bei OMC?

Was kann man nun über sein erstes Jahr in einem Beratungsunternehmen erzählen, ohne Interna auszuplaudern? Vielleicht zunächst etwas über die Atmosphäre bei OMC. Obwohl ich stark kopfgesteuert bin, verlasse ich mich bei der Arbeitgeberwahl doch eher auf mein Bauchgefühl. Die Schwingungen an meinem neuen Arbeitsplatz müssen stimmen, ich muss eine Verbindung zu den Menschen spüren. Nach einigen Wochen kann man dann langsam beurteilen, ob dieser erste Eindruck stimmt. Und tatsächlich: das Pensum der Berater ist beträchtlich, das Office ist ausgelastet und doch herrscht eine zugewandte und freundliche Stimmung, auch im Umgang miteinander. Themen werden kurzfristig geklärt, es herrscht glücklicherweise Übereinstimmung in den Zielen und auch über die Wege dorthin. Da das Team – jedenfalls im Vergleich zu meinen früheren Arbeitgebern – klein ist, bin ich froh, dass die sehr unterschiedlichen Typen sich ergänzen und gemeinsam am besten Ergebnis arbeiten wollen. So wechseln sich Phasen großer Konzentration mit plötzlichen Lachsalven ab, so dass manchmal die Bürotür geschlossen werden muss, will man seinen Gesprächspartner am Telefon nicht mit so viel Heiterkeit irritieren. Auch im Rahmen von Kunden-Events erlebt man diese besondere, vertraute Stimmung.

Die Besonderheiten der Outplacement-Beratung

Natürlich ist unser Geschäft ein sensibles. Viele Unternehmen weisen das Thema „Trennung von Mitarbeitern“ weit von sich oder erklären, kraft ihrer guten Anwälte hätte man das noch immer hingekriegt. Dann wieder überschlagen sich die Ereignisse, in kürzester Zeit werden Konzepte geschrieben, Anträge für Transfermaßnahmen eingereicht, Mitarbeiterinformationen formuliert. Das Thema Outplacement ist aber auch bei den Betroffenen inzwischen bekannt, viele melden sich selbst zu Informationsgesprächen an. Hilfreich bei der Akquise ist ein gutes Netzwerk zu Verbundpartnern, Anwälten für Arbeitsrecht und natürlich in die Unternehmen selbst. Am wirkungsvollsten jedoch sind erfolgreich abgewickelte Beratungen, sie führen zu Empfehlungen und fördern den positiven Ruf des Unternehmens. Es ist schön, nach einem Jahr auch eigene, belastbare Beziehungen geknüpft zu haben.

Das eigentliche Erfolgsrezept von OMC liegt wohl in der Zuwendung zum Kandidaten. Seine Situation ernst nehmen, ihn aber auch in die Pflicht nehmen, alle Möglichkeiten ausschöpfen, einen hohen Servicelevel halten, sich die nötige Zeit lassen, all das führt letztendlich zu einem auch für den Kandidaten nachhaltigen Erfolg.

Was hat am meisten beflügelt?

Was sonst geschah? Ich hatte das Glück, dass sich kurz vor meinem Eintritt bei OMC durch den Gesellschafterwechsel einige Neuerungen angekündigt hatten, an denen ich mitarbeiten durfte. So gesellte sich zu vorhandener Erfahrung und Marktnähe nun der Anspruch, den eigenen USP zu formulieren und die Marke neu aufzuladen. Da konnte ich mich mit meiner Außensicht auch gut einbringen. Interessante Diskussionen mit den Geschäftsführerinnen und Agenturen begannen, die in eine grundlegende Überarbeitung unserer Unterlagen und Außendarstellung mündete. Das Feedback unserer Geschäftspartner gab uns Recht und beflügelte uns in dieser aufregenden Phase.

Neben allen beruflichen Herausforderungen sind Berater offenbar auch ein geselliges Volk: ist ein Anlass ausgemacht (Geburtstag, Sommerwetter, Adventszeit…) wird gern gemeinsam gegessen und getrunken. Mal knapsen wir uns ein Stündchen ab, mal nehmen wir uns einen ganzen Abend Zeit und feiern gemeinsam.

Ich bin gespannt, wie mein zweites Jahr bei OMC verläuft. Eine neue, zusätzliche Aufgabe wird das Qualitätsmanagement und die Vorbereitung unserer Re-Zertifizierung sein. Vor allem aber freue ich mich auf viele Gespräche mit (potentiellen) Kunden und hoffe, dass es wieder gelingt, viele Kandidaten in eine erfüllte, gesicherte berufliche Zukunft zu führen.

 

Kirsten Marks-Ruhnke
Key Account Managerin 

Mai 2017

 

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