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OMC Presse - Im Guten auseinandergehen

"Im Guten auseinandergehen"

Süddeutsche Zeitung vom 16. Oktober 2016:

Kündigung, Abfindung - und dann noch eine Outplacementberatung? Früher meist als nette Geste gegenüber Topmanagern gedacht, spendieren heute manche Firmen ganzen Abteilungen Hilfe bei der Neuorientierung.

Von Sigrid Rautenberg

Zwei Kündigungswellen hatte Beate Weber ausgesessen. Doch als im Unternehmen erneut Listen mit potenziellen "Gehern" kursierten, reichte es ihr. Die Betriebswirtin empfand das Klima als so unangenehm, dass sie freiwillig das Gespräch mit dem Personalchef suchte und einen Aufhebungsvertrag aushandelte. Neben einer großzügigen Abfindung finanzierte ihr langjähriger Arbeitgeber der 53-Jährigen, die in Wirklichkeit einen anderen Namen trägt, auch eine sogenannte Outplacementberatung. Für Weber ein Glücksfall, auch wenn sie noch immer keinen neuen Job hat.

In einer Outplacementberatung arbeitet der Gekündigte seine persönlichen Stärken und Ziele heraus, feilt am Lebenslauf, sondiert den Arbeitsmarkt und entwickelt Ansprachestrategien. Ganz wichtig ist die psychologische Unterstützung. Denn mit dem Jobverlust geht für viele ein schmerzlicher Statusverlust einher. Manche Beratungsfirmen geben bei unbefristeten Outplacements sogar eine Art Jobgarantie. Sie beraten so lange, bis ihr Kunde eine neue Beschäftigung aufgenommen hat.

 

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Claudia Michalski

Claudia Michalski
Geschäftsführerin

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